Interview mit erbgut: “Im Vordergrund steht der Zusammenhalt, die Gemeinschaft, Das Kollektiv!”

Am Samstag wird es wild im Loft Club Ludwigshafen: Denn es warten verrückte Tiermasken und ein geheimnisvolles Abenteuer auf Euch. Fette Unterhaltung mit noch fetterer Musik gibt es an diesem Abend von: KlangKuenstler (StilvorTalent), youANDme (Clique Booking), niju (Berliner Naechte/ Pier33), Tim Etzel (Pier33) , Lautleise (Sonique Rec./ Pier33), Erbgut (Chronisch Elektronisch/Diskotiere) , Dennis Egenlauf (Sonique Rec./ My first love Rec.), Monoduett (Sonique Rec.) und Fred & T.Rik (Peer23). Wir sprachen vorab mit erbgut über seine Karriere, seinen Gig und was für ihn eigentlich genau Musik bedeutet. Viel Spaß.

HALLO SEBASTIAN, WIR KENNEN UNS JA AUCH NUN SCHON ETWAS LÄNGER. SCHÖN DAS ES MAL WIEDER MIT EINEM INTERVIEW GEKLAPPT HAT. WIE GEHT ES DIR?

erbgut: Immer wieder gerne! Der Sommer kommt, die Open Airs warten, mein Terminkalender ist jetzt schon so gut wie voll, wie soll es einem da schlecht gehen? Es scheint ein spannendes und aufregendes Jahr zu werden.

WELCHE AKTUELLEN PROJEKTE STEHEN GERADE BEI DIR AUF DEM PLAN?

erbgut: Da gibts wohl Einiges. Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll. Ich arbeite zur Zeit viel mit meinem Freund und Studiopartner Nils (Nisse Nilson) zusammen. Wir haben gerade eine neue Nummer für eine Compilation fertiggestellt und sitzen aktuell an einer gemeinsamen EP. Nebenher habe ich Anfang 2014 zusammen mit Bodo und Micha ein Kollektiv ins Leben gerufen: Kollektiv68 (www.kollektiv68.de). Wir sind aktuell 8 befreundete, talentierte Künstler aus dem Delta. Wir produzieren zusammen, wir spielen zusammen in Clubs und man trifft sich auch privat. Hinter dem ganzen steckt der Gedanke als Gruppe wahrgenommen zu werden und nicht als einzelner Artist. Bisher sind wir damit sehr zufrieden. Außerdem arbeite ich seit neustem zusammen mit Pier 33 – sowohl als Artist, als auch mit einer eigenen Veranstaltung. Ihr dürft gespannt sein!

AM 12. APRIL LEGST DU BEI DEN „BERLINER NAECHTEN“ IM LOFT CLUB LUDWIGSHAFEN AUF. FREUST DU DICH SCHON UND WAS KÖNNEN WIR VON DIR AN DIESEM ABEND ERWARTEN?

erbgut: Im Loft fühle ich mich ja inzwischen zu Hause und bin immer wieder gerne dort. Für die Berliner Nächte spiele ich jetzt zum ersten, aber nicht zum letzten Mal. Das Besondere an diesem Abend ist für mich, dass wir mit Kollektiv68 (www.kollektiv68.de) den Chamber bespielen – und zwar all Night long! Das ist genau das, was wir wollen. Im Vordergrund steht der Zusammenhalt, die Gemeinschaft, Das Kollektiv!

WAS MACHT FÜR DICH EINEN GUTEN DJ BZW. EINEN GUTEN DJANE AUS?

erbgut: Ein Guter Artist kann sich anpassen ohne sich dabei untreu zu werden. Jede Party hat andere Gäste und einen anderen Vibe. Wer sein Handwerk versteht kann damit umgehen. Da gehört sicher auch viel Liebe zur Musik dazu. Dass ein Artist die technischen Vorraussetzungen mitbringen sollte und Dinge wie Beatmatching beherrschen muss, sollte man eigentlich nicht erwähnen müssen. Ich finde es totalen “Bullshit”, sowas als seine Stärke oder sein Talent zu nennen. Das ist doch das Mindestmaß an dem, was eine DJane bzw. ein DJ können muss.

WIE SIEHST DU DIE AKTUELLE ENTWICKLUNG DER ELEKTRONISCHEN MUSIKSZENE, GERADE IN DER RHEIN-NECKAR-REGION?

erbgut: Achja – das Delta. Die Leute hier sind sehr verwöhnt. Ein Fluch und zugleich ein Segen! Generell habe ich das Gefühl, dass die Region momentan einen Generationenwechsel durchmacht. Viele junge Menschen fangen an sich für elektronische Musik zu begeistern. Das Ergebnis davon sind viele neue Clubs, neue Partyreihen und jede Menge Newcomer DJs. Ich finde das merkt man in den letzten 1-2 Jahren enorm. Der Trend geht immer mehr zu kleinen Clubs im Keller oder im Hinterhof – Große Namen sind nicht mehr so überbewertet, stattdessen feiert man auf qualitativ hochwertige Acts aus aller Welt – Besser gehts nicht, oder? Ich liebe es hier zu sein. Nicht nur in musikalischer Hinsicht.

WIE KAM ES EIGENTLICH ZUR ZUSAMMENARBEIT MIT PIER33?

erbgut: Ja, was soll ich da sagen? Gesucht und gefunden? Der Kontakt kam über Bodo von Lautleise. Nachdem wir uns mal an einen Tisch gesetzt haben und über unsere Visionen geplauscht haben, haben wir ziemlich schnell gemerkt, dass wir persönlich und geschäftlich auf einer Wellenlänge sind – und da ich schon länger nach einer kompetenten Agentur suche, die mich in meinen Vorhaben unterstützt hat das einfach super gepasst. Die Jungs machen einen klasse Job, sind super professionell und dabei menschlich sowas von korrekt! Mehr muss man da glaub ich gar nicht sagen, oder?

WIE WARST DU MIT DEM LETZTEN JAHR ZUFRIEDEN?

erbgut: Eigentlich hätte ich jetzt vom letzten Jahr geschwärmt, aber wenn ich mir meinen Bookingkalender so anschaue war letztes Jahr eher ein ruhiges aber dennoch aufregendes Jahr für mich.

WAS BEDEUTET FÜR DICH MUSIK?

erbgut: Das ist schwer in Worte zu fassen. Musik ist nach meiner Frau meine größte Liebe. Einen Tag ohne Musik kann ich mir kaum vorstellen, sie begleitet mich jeden Tag – privat und beruflich. Es ist eine Art Ventil – Ich glaube es gibt keine bessere Art und Weise seine Emotionen zu zeigen und zu steuern, als Musik. Schon eine kurze Melodie kann Erinnerungen aufglühen lassen. Liebe und Freude, Zorn und Wut. Jeder kennt das – besondere Ereignisse im Leben verbindet man oft mit einem Lied oder einer Melodie. Nicht umsonst hat Friedrich Nietzsche mal gesagt: “Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum” – Recht hat er!

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Geschrieben von

chris
Hat mit seinem Bruder Daniel vor ein paar Jahren, genauer gesagt 2009, 'Electrovagant' gegründet und kümmert sich um das Marketing und den Vetrieb. Schreibt, sonfern es seine Zeit zulässt, auch gerne selbst Artikel. Social Media Management gehört genau so zu seinen Tagesaufgaben, wie passende Nachwuchs-Schreiber-Talente zu rekrutieren.

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