Danjo am Samstag beim Lido ‘lectro… House am Fluss!

Mittlerweile ist der Begriff Lido ‘lectro bis in jedes noch so versteckte Gehör unserer Region vorgedrungen und ist haften geblieben. Denn der Lido öffnet wie beim letzten Mal sein Strandtor um 16 Uhr, um euch auf der wetterfesten, überdachten Terrasse des Strandbad Mannheim- Neckaru willkommen zu heißen. Um 22 Uhr geht’s dann Indoor unmittelbar weiter. Es wird Sonne satt geben und wenn nicht, feiern wir trotzdem, genau wie beim letzten Mal. Es gibt keine Ausreden! Wieder freuen wir uns auf eine gute Mischung von Künstlern aus der Rhein-Neckar-Szene, welche bereits beim letzten Mal eindrucksvoll ihr musikalisches Verständnis unter Beweis gestellt hat. Die Location allein verspricht schon einen grandiosen Tag. Der Lido ‘lectro Veteran ist Danjo. Als Veranstalter und selbst Künstler dort wird er das Publikum mit dem feinsten elektronischen Sound versorgen. Als passende Einstimmung hat er sein Set von ‘Tanz der Bässe’ mitgebracht:

Danjo, Du als Urgestein in der Elektrowelt Mannheims. Vor mehr als 15 Jahren hast Du Angefangen die Szene hier in Mannheim zu prägen. Was hat sich verändernd? Vor allem in den letzten Jahren gab es einen Wandel in dieser Szene. Wie schätzt Du das ganze ein?

Danjo: Oft hört man die Phrase, dass früher alles besser war. Ob es tatsächlich besser war, sei dahin gestellt und jeder Betroffen wird seine eigene Meinung dazu haben. Aber es war auf alle Fälle einfach anders! Die persönliche Einstellung, die politische und gesellschaftliche Haltung elektronischer Musik gegenüber, die Art und Weise wie dieses ganze “Ding” gelebt und erlebt wurde. Der prägnanteste Wandel für mich in den letzen Jahren ist, dass elektronische Musik, also das ganze “Ding” extrem massenkompatibel geworden ist. Das zeigt sich schon alleine dadurch, wie präsent die elektronische Musik ist und das ein künstlich erschaffenes Lebensgefühl Einzug in der Medien-Landschaft erhalten hat. Viele Groß-Konzerne haben schon vor einigen Jahren den Geist der Zeit erfasst und haben so eine Generation X erschaffen, für die es völlig normal ist, wenn eine Deo-Werbung mit treibenden Bässen, in einem dunklen Club, überfüllt mit wunderschön schwitzenden Bodys, tanzend zu mainstreamigen 4totheFloor-Beats, präsentiert wird. Nichts anderes wird erwartet. Früher wurden solche Parties ohne viel Aufsehen gefeiert… aber mit tiefgründigerer Musik… anders eben;-) Zum Glück gibt es immer noch einige Leute, die diesen ursprünglichen Gedanken in gut durchdachte und liebevolle gestaltete Veranstaltungskonzepte umwandeln und somit dem “Ding” zum Überleben weiter verhelfen. Und was mich noch mehr erfreut ist, dass es nicht nur die ältere Generation ist, sondern immer mehr engagierte junge Menschen tiefgründige Events an den Start bringen. Irgendwo und irgendwie hat die Szene natürlich auch einen Bildungsauftrag, der ernst genommen werden sollte und nicht nur auf Profit und Kurzlebigkeit ausgerichtet sein sollte!

Du hast schon Gigs quer über den ganzen Globus gespielt. In welchem Land wird die elektronische Musik besonders gefeiert? Welche Reise war Dein Highlight?

Danjo: Naja, quer über den Globus ist etwas hoch gegriffen. Dennoch habe auch ich als praktizierender “Hobby-Dj” ein bisschen was sehen und erleben dürfen. Z.b feiert dich die Crowd in der Ukraine wie einen Techno-Politiker. In Thailand auf der Full-Moon-Party herrschte eine ganz besondere elektrisierende Atmosphäre, umringt von der traumhaften Kulisse. In Australien waren die Feiernden extrem cool und ausgelassen… kein Wunder, wenn fast das ganze Jahr die Sonne scheint ;-) Aber ich brauchte gar nicht so weit zu reisen, denn die meisten faszinierendsten Momente habe ich in meiner näheren Umgebung und speziell in meinem Freundeskreis erlebt, egal ob hinter oder vor den Plattenspielern.

Am 03. August findet im Strandbad Neckarau wieder das Lido’ Lectro statt. (Es ist eines Deiner neuesten Projekte/bitte streichen! Lido gibt es ja schon seit drei Jahren;-). Wie kam es zu dieser Eventidee? Gibt es vielleicht auch bald eine Winteredition?

Danjo: Lido ‘lectro ist mittlerweile im dritten Jahr angekommen. Ich als alter Neckarauer habe schon als Jugendlicher davon geträumt etwas an diesem einmaligen Ort, dem Strandbad,statt finden zu lassen. Man ist direkt am Wasser, am Ende des Waldparks, in einer sehr atmosphärischen Location. Viel Luft und vor allem Platz, um sich auszutoben. Die perfekte Mischung aus Outdoor und Indoor Party. Erst tagsüber auf der überdachten, wetterfesten Terrasse und Abends geht’s dann ins Innere der Strandbad Bar. Volle Unterstützung erfahre ich hier vom Eigentümer, Sascha Kindermann. Er hat einen ähnlichen Musikgeschmack wie ich, und deshalb wurden wir uns schnell einig. Seitdem ist die Location für elektronische Musik eine Anlaufstelle geworden. Für den Winter habe ich schon ein neues Konzept entwickelt. Was, wo und wann werdet ihr natürlich mit als erste erfahren ;-)

Neben dem Auflegen produzierst Du auch selbst Musik. Können wir uns bald auf eine neue Scheibe freuen?

Danjo: Nachdem nun im letzten Monat mein erster eigener Track “Una mattina siciliana” auf Autark Records erschienen ist, bin ich gerade dabei mit meinem Kumpel und Studiopartner Robert Klik ein paar weitere Nummern an den Start zu bringen. Wenn die Zeit reif ist, werden auch diese in den Äther geschickt ;-)


Geschrieben von

chris
Hat mit seinem Bruder Daniel vor ein paar Jahren, genauer gesagt 2009, 'Electrovagant' gegründet und kümmert sich um das Marketing und den Vetrieb. Schreibt, sonfern es seine Zeit zulässt, auch gerne selbst Artikel. Social Media Management gehört genau so zu seinen Tagesaufgaben, wie passende Nachwuchs-Schreiber-Talente zu rekrutieren.

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