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Kategorie: SzeneVorgedreht

Vorgedreht: Falomir – Jazz Es Religion


gepostet von fabian am 12. April 2011

Eigentlich können wir es dieses mal auch kurz machen. Eben noch den Link zur Sound Cloud reinkopieren und dann ist der Artikel auch schon fertig. Denn die neue Scheibe von Ametist Records, dem jungen Label aus Kandel/Speyer, ist so ungewöhnlich, dass man sie schon selbst hören muss, um sie wirklich zu verstehen. Zu beschreiben, was das neueste Werk des spanischen Exzentrikers Falomir! so besonders macht, ist wirklich ein schwieriges Unterfangen, doch wir wollen einen Versuch wagen.

Allein der Name – Jazz Es Religion – ist schon extrawagand (ha, dass hört sich fast so an wie Electrovagant), deuted jedoch noch nur an, wie im positiven Sinne seltsam der Track selbst ist. In der Tat ist es schon ein Problem ein passendes Adjektiv für die Nummer zu finden. Irgendwie seltsam, fremd, exotisch, innovativ, verrückt, kreativ und doch vertraut.

Doch zunächst erst noch mal ein paar Infos über den Produzenten. Sergio Falomir kommt eigentlich aus Valencia, wohnt und arbeitet derzeit allerdings in London. Er verbrachte einige Zeit in Costa Rica und Panama, stets auf der Suche nach dem Lateinamerikanischen Rhytmus. Danach legte er für einige Zeit in verschiedenen berühmten Discos auf Ibiza auf. Er war zudem Resident im Pacha in seiner Heimatstadt Valencia, ebenso in der Red Bull Sky Lounge, während des dortigen Formel 1 Rennens.

Der Track selbst trägt das Wort Jazz nicht zu unrecht im Namen. Ständig passiert irgendwo etwas, ob es die Bongos sind, die ihren Rhytmus im Hintergrund vor sich hin trommeln, oder das Saxophon, welches hier und da einige Töne einwirft – für das Ohr gibt es stets etwas neues zu entdecken. Vor allem die vielen verschiedenen und bisweilen merkwürdigen Samples und Sounds, die immer mal wieder auftauchen machen “Jazz Es Religion” so einzigartig. Natürlich gibt es auch die gewohnten Aufbauten, die dem Zuhörer den nötigen Kick verpassen. Aber der Track zieht seinen besonderen Reiz vor allem aus seinem ungewöhnlichen und sehr, sehr vielschichtigen Sound.

Dieser mag auch so recht in keine Schublade passen. Bongos die einen Latein-Amerikanischen Flair verbreiten, einige abgedrehte Samples, mehrere unterschiedliche Blechbläser, die von Latin bis Jazz nach so ziemlich allem klingen was die Musik so hergibt und natürlich einige seltsam klingende Electro-Sounds – eigentlich passt auf den ersten Blick nichts zueinander, aber irgendwie, ja irgendwie hört es sich dann doch gut an. Besonders die Auswahl der Samples gefällt uns wirklich gut. Abgerundet wird die Sound-Szenerie noch von einem weichen Grundbeat, der gänzlich ohne Snare-Schläge auskommt, sondern stattdessen lieber auf Klatschen setzt.

AR002 beinhaltet nicht nur den Original Mix, sondern auch einen Remix von Surco. Dieser verändert den Track nicht zu sehr, fügt aber nochmal einen ganz eigenen Flair hinzu. Vor allem die Snare-Fills, die Cowball und der Synthie-Sound gefallen.

Alles in allem zwei wirklich ganz starke und vor allem sehr innovative und einzigartige Tracks. Beide sind absolut empfehlenswert und jeder Techno-Interessierte sollte mal reinhören. Erscheinungsdatum von AR002 war der 09. April. Zunächst wird es die Scheibe gar nicht als solche geben, sondern nur per Download via Beatport. Supportet wird sie von bekannten Gesichtern der Szene wie Luciano, Paco Osuna, Slam, Phonique, Osunlade, Tsugi Magazine, Click Click, Franco Bianco, Dr. Needles, Rob Slac, DJ N.I.T., Nudisco, Kiko Martinez, Gabbi Lopez und einige mehr.

[AR002] Falomir! – Jazz es Religión (Main Mix) Snippet by AmetistRecords

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